Veranstaltung im Detail

Mensch & Maschine – Zurück zur Natur mit mehr Künstlicher Intelligenz?

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Klimakrise und immer digitalere Welt – wird diese Kombination am Ende Fluch oder Segen für unseren Planeten? Kann die Lösung noch mehr Digitalisierung sein? Diesen Fragen gehen wir in unserer Veranstaltung „Mensch & Maschine –  Zurück zur Natur mit mehr Künstlicher Intelligenz?“ am 25. April 2024 ab 16 Uhr im ECDF  nach.

 

Zum Einstieg hält unser Gast Prof. Martin Maier vom Labor für optischen Zeitgeist des Institut National de la Recherche Scientifique (INRS), Montreal, Kanada einen Kurzvortrag mit dem Titel “'Born to Be Wild' – The Internet as Cybernetic Forest: How Bio-Inspired Human-AI Interaction Helps Us Exit the Anthropocene“. Dabei wird er vor allem darauf eingehen, ob wir gerade einen historischen Richtungsänderung von der Anpassung der Natur an unsere Spezies zur Anpassung unserer Spezies zurück an die Natur vollziehen und damit als Gesellschaft das Industriezeitalter und das damit einhergehende Anthropozän hinter uns lassen werden. Beginnt für uns ein cyborganisches Zeitalter, in dem Hightech – Digitalisierung und KI, die zum mächtigsten kognitiven Werkzeug der Erde werden wird – und No-tech – die natürlichen Systeme der Erde – auf neuartige, harmonische Weise miteinander verbunden werden; in dem die von uns genutzte KI nicht mehr mensch-zentriert ist sondern die vielen anderen Möglichkeiten der natürlichen Intelligenz mit einbezieht, besonders im Hinblick auf generative KI?

Maier argumentiert in seiner Ausführung, dass sowohl unser Zeitalter, als auch die von uns genutzte KI, nicht mehr mensch-zentriert sein sollte sondern ihr Hauptnutzen darin liegen sollte, dass sie sich von uns Menschen unterscheidet. Anstatt die KI zu vermenschlichen, sollten wir sie entfremden und so den Weg zu einer neuen, nicht-anthropozentrischen Art von außerirdischer KI ebnen, bei der lebensähnliche digitale Organismen, die aus der bestehenden KI hervorgehen, clevere Lösungen hervorbringen, die KI-Forscher*innen so nicht in Betracht gezogen oder für unmöglich gehalten hätten. Für Maier stellt die Konvergenz der digitalen Evolution mit der Biologie eine Chance dar, die Maschinen in die Lage versetzen kann, den Menschen neue Perspektiven und neue Denkweisen beizubringen, die unsere konzeptionellen Sackgassen (z. B. Klimawandel) durch eine bio-inspirierte Mensch-KI-Interaktion umgehen. Maier, der an der TU Berlin promovierte, stellt neuartige Ideen wie den kybernetischen Wald und die natur-inspirierte NaturAlien AI vor, als alternative Systeme.

 

Im Anschluss an den Vortrag diskutieren auf dem Panel:

  • Prof. Martin Maier (Wissenschaftlicher Leiter des Labor für optischen Zeitgeist des Institut National de la Recherche Scientifique (INRS), Montreal, Kanada )
  • Prof. Felix Biessmann (Professor für Data Science und Maschinelles Lernen am ECDF und der Berliner Hochschule für Technik)
  • Prof. Philipp Staab (Professor für  Soziologie von Arbeit, Wirtschaft und technologischem Wandel am ECDF und der Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Prof. Kim Albrecht (Professor für Data Analytics und audiovisuelle Medien an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Principal metaLAB (at) Harvard & Berlin)
  • Moderation: Samira Franzel, ECDF

 

Danach besteht sowohl die Möglichkeit zum Networking bei Snacks und Getränken, als auch letztmalig die Ausstellung „Unblackboxing –  Artistic investigations into digital realms of exploitation and control“ im Foyer des ECDF zu besichtigen. Die Ausstellung setzt sich mit den Bedingungen digitaler Gesellschaften auseinander und wie ästhetische Interventionen einen Raum für kritische Reflexion bieten.

Um sich für die Veranstaltung anzumelden, schicken Sie bitte eine kurze Email an Ulla Menzel unter info@digital-future.berlin. Veranstaltungssprache ist Englisch.