SimRa

SimRa: Sicherheit im Radverkehr

Alle interessierten Fahrradfahrerer*innen sind herzlich eingeladen, die kostenlose App auf dem Smartphone zu installieren und so unkompliziert einen wichtigen Teil zu dem Forschungsprojekt für mehr Sicherheit im Radverkehr beizutragen.

Im Projekt SimRa sammeln wir – auf datenschutzkompatible Art und Weise – Daten darüber, wo es in der Stadt für Radfahrende zu Gefahrenhäufungen kommt, welcher Art diese sind, ob diese zeitlich oder lokal gehäuft auftreten und wo sich die Hauptverkehrsflüsse auf dem Rad bewegen. Hierfür wurde im Projekt eine Smartphone-App entwickelt, die mittels GPS-Daten Fahrtrouten aufzeichnet und dabei Beschleunigungssensoren zum Detektieren von Gefahrensituationen nutzt – bspw. plötzliches Bremsen, Ausweichen oder gar einen Sturz. Im Anschluss an die Fahrt werden Radfahrende gebeten, diese detektierten Gefahrensituationen zu kategorisieren und zu annotieren, etwaige nicht detektierte Gefahrensituationen zu ergänzen und einen Upload auf die Projektserver frei zu geben.

Um den Teilnehmenden zu jedem Zeitpunkt volle Kontrolle über ihre Daten zu geben, werden alle Daten zunächst nur lokal in der App erfasst. Erst im Anschluss an die Fahrt können Teilnehmende die erfassten Daten einsehen und pro Fahrt einzeln pseudonymisiert zum Upload freigeben. Mit Hilfe dieser Daten wird es möglich, einen umfassenden Überblick über Radverkehr in Berlin sowie dabei auftretende Gefahrensituationen zu gewinnen. Zusätzlich können ungünstige Verkehrsflüsse oder Ampelschaltungen erkannt und optimiert werden, sodass die Fahrradnutzung mittelfristig attraktiver und sicherer wird. Die im Projekt gewonnenen Daten werden gemeinsam mit Partnern aus anderen Fachbereichen wie bspw. Stadt- und Regionalplanung aber auch unter Einbeziehung interessierter Bürger ausgewertet, um mit Hilfe der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz nachhaltige Veränderungen zu erreichen.

Das Projekt wird im Rahmen der Citizen-Science-Initiative der TU Berlin für 3 Jahre gefördert (Start: September 2018). Weitere Kooperationspartner sind willkommen. Insbesondere können auch andere Städte mitmachen. Hierfür benötigen wir einen Ansprechpartner vor Ort (eine Person oder Verein), die (i) Teilnehmende in der Stadt für das Projekt anwirbt und (ii) die von uns vorausgewerteten Daten nutzt, um bspw. identifizierte Gefahrenschwerpunkte vor Ort zu besichtigen und mit Hilfe der jeweiligen Verwaltung die Situation zu entschärfen.

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