Berlin Science Week: Demokratie unter Druck? Digitale Räume und Desinformation

Panel Öffentlichkeit Nur in Präsenz

02.11.2026

17:00

- 19:00

ECDF, WILHELMSTRASSE 67, 10117 BERLIN

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Wie verändert die digitale Kommunikation unsere Demokratie? Welche Auswirkungen haben soziale Medien, Desinformation und digitale Gewalt auf politische Debatten und gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie können demokratische Institutionen, unabhängiger Journalismus und die Zivilgesellschaft auf diese Herausforderungen reagieren? Diesen Fragen widmet sich die öffentliche Diskussionsveranstaltung des ECDF, die gemeinsam mit dem BANA-Gasthörer*innenstudium der Technischen Universität Berlin im Rahmen der Berlin Science Week stattfindet. Die Veranstaltung bringt Wissenschaft, Medien, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit zusammen, um über die Zukunft demokratischer Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter zu diskutieren.

Digitale Plattformen prägen zunehmend, wie Informationen entstehen, verbreitet und bewertet werden. Sie eröffnen neue Möglichkeiten der Teilhabe und Vernetzung, schaffen aber zugleich Räume für Hassrede, Desinformation und gesellschaftliche Polarisierung. Den Auftakt der Veranstaltung bildet eine Keynote der Politikwissenschaftlerin und Demokratieforscherin Prof. Dr. Gesine Schwan, die die Bedeutung von Vertrauen, Beteiligung und gesellschaftlichem Zusammenhalt für eine lebendige Demokratie beleuchtet. Einen besonderen Zugang zum Thema bietet das Stage Reading von „The Committee“. Am Beispiel der Iran-Contra-Affäre verhandelt die Inszenierung Fragen nach Macht, Transparenz, öffentlicher Verantwortung und demokratischer Kontrolle. 

Im Mittelpunkt des Abends steht eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Expert*innen aus Wissenschaft, Journalismus und Zivilgesellschaft. Gemeinsam diskutieren sie, wie digitale Plattformen politische Meinungsbilder beeinflussen, welche Strategien gegen Desinformation und digitale Gewalt wirksam sein können und welche Rolle Wissenschaft, Medien und demokratische Institutionen bei der Stärkung gesellschaftlicher Resilienz spielen. Es diskutieren: 

  • Ronny Blaschke, Sportjournalist und Autor
  • Matthias Heider, Assoziierter Wissenschaftler am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, Bereich Digitale Konfliktforschung
  • Anna-Lena von Hodenberg, Geschäftsführerin von HateAid
  • Prof. Dr. Philipp Staab, ECDF-Professor für Soziologie von Arbeit, Wirtschaft und technologischem Wandel
  • Vertreter*in von The Committee (tbd)
  • Moderation: Katja Weber, radioeins & radiodrei (rbb) und Deutschlandfunk Nova

Die Veranstaltung lädt das Publikum ausdrücklich ein, Fragen einzubringen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Demokratie im digitalen Wandel geschützt, gestaltet und weiterentwickelt werden kann. 

Die Lesung findet auf Englisch statt, gefolgt von einer Podiumsdiskussion auf Deutsch. Um eine vorherige Anmeldung wird gebeten. 

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