Prof. Dr. Michelle Christensen
Assoziiertes Mitglied
Technische Universität Berlin
Sekr. H 61
Straße des 17. Juni 135
D-10623 Berlin
Raum: H 2043
Open Science / Critical Culture
Prof. Dr. Michelle Christensen ist seit August 2019 Professorin für Open Science & Critical Culture am Einstein Center Digital Future (ECDF) und der Technischen Universität Berlin.
Als Soziologin und Designerin erforscht sie die Räume zwischen diesen beiden Disziplinen. Ihre Forschungsinteressen umfassen Trans- und Postdisziplinarität, die Politik der Objekte und die demokratischen Potentiale freier und offener Technologien. Michelle Christensen promovierte auf dem Gebiet der Designforschung an der Universität der Künste Berlin. Zuvor studierte sie Politische Soziologie an der Roskilde University in Dänemark (B.A.), Konfliktforschung an der Utrecht University in den Niederlanden (M.A.), Gender Studies an der University of Amsterdam (M.Sc.) und Integrated Design an der Köln International School of Design in Köln (M.A.). Sie arbeitete in der Krisenabteilung von Amnesty International USA, war Humanity in Action Fellow und Congressional Fellow im United States Congress in Washington DC. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin hat sie am Design Research Lab (UdK Berlin) und am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gearbeitet. Von 2018-2022 leitete sie gemeinsam mit Florian Conradi die Forschungsgruppe „Critical Maker Culture" an der UdK Berlin/Weizenbaum Institut - und seit September 2022 leitet sie die Forschungsgruppe „Design, Diversity and New Commons". Sie lehrte an Universitäten in den Niederlanden und Deutschland Konfliktanalyse, Gender Studies und Designmethoden, zuletzt als Gastprofessorin am International Masters Program (MAID) an der Hochschule Anhalt in Dessau. Von 2014 bis 2024 war sie Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) und seit 2015 ist sie Mitglied des Board of International Research in Design (BIRD) bei Birkhäuser. Seit 2024 ist sie Principal Investigator im Exzellenzcluster Matters of Activity (Humboldt-Universität zu Berlin) in der Forschungsgruppe Object Space Agency und seit 2023 ist sie Vorstandsmitglied im Board of Directors des Einstein Center Digital Future.
Seit 2019 erforschen Michelle Christensen und Florian Conradi das Potenzial von Forschung in offenen Laborstrukturen als ein Ansatz der offenen Wissenschaft. Als Forschungsumgebung haben sie das Projekt Critical Inquiry and Design initiiert, welches als transdisziplinäres und transuniversitäres Terrain die Grenzen von Theorie und Praxis, Politik und Alltag, Wissenschaft und Aktivismus zu überschreiten versucht. Dies mit dem Ziel neue Formen der Zusammenarbeit in der Wissenschaft zu erproben, um kritische Diskurse und Praktiken zu gestalten. Situiert innerhalb des Berlin Open Labs (UdK Berlin) konzentrieren sich ihre Forschungs-, Lehr- und experimentelle Gestaltungspraxis auf feministische/queere, dekoloniale und postanthropozentrische Ansätze des Designs.
Das ECDF gebe ihr die Möglichkeit, mit Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu kooperieren. "Eine integrative digitale Gesellschaft kann nur aufgebaut werden, wenn man über wissenschaftliche Disziplinen hinweg arbeitet – und genau dafür schafft das ECDF einen Raum", sagt sie. Michelle Christensen freut sich besonders auf unvorhergesehene Fragen und Bedenken, die sich im Spannungsfeld einer internationalen und interdisziplinären Debatte über die Digitalisierung ergeben. "Durch das ECDF habe ich die Chance, meine eigenen Ansätze und Annahmen in einem interdisziplinären und interuniversitären Kontext neu zu hinterfragen."
Kurz-Vita
Seit 2023
Mitglied im Board of Directors des Einstein Center Digital Future
Seit 2019
ECDF-Professorin für „Open Science / Critical Culture“, Technische Universität Berlin
Seit 2022
Forschungsgruppenleiterin der Forschungsgruppe „Design, Diversity and New Commons“, Universität der Künste Berlin / Weizenbaum Institute
2018 - 2022
Forschungsgruppenleiterin der Forschungsgruppe „Kritische Maker-Kultur“, Universität der Künste Berlin / Weizenbaum Institute
2018 – 2019
Gastprofessorin, International Master in Integrated Design (MAID), Hochschule Anhalt, Dessau
2018
Promotion (Dr. phil.), Universität der Künste Berlin
2018
Forscherin, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
2016 – 2017
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Design Research Lab, Universität der Künste Berlin
2011
M.A. Integrated Design, Fakultät für Kulturwissenschaften, Köln International School of Design
2008
M.Sc. Soziologie (Gender), International School of Social Sciences, University of Amsterdam
2007
M.A. Konfliktforschung, Faculty of Humanities, University of Utrecht
2006
B.A. Internationale Entwicklung, Department of Society and Globalization; Roskilde University