KIP-RA Assessment: Online-Tool zur Einschätzung des KI-Reifegrads von Organisationen in der Pflege
03.08.2026
Mit dem KI-Pflege-Readiness-Assessment (KIP-RA) steht ein kostenfreies Online-Tool zur Verfügung, das Verantwortliche für KI-Projekte in Pflegeeinrichtungen und Kliniken dabei unterstützt, die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz systematisch zu bewerten und weiterzuentwickeln. Das Tool trägt dazu bei, KI-Projekte systematisch vorzubereiten, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und die Einführung innovativer KI-Lösungen in die Praxis zu unterstützen.
Das KIP-RA umfasst fünf Handlungsdimensionen mit insgesamt 69 Attributen. Anhand von fünf Reifegradstufen können Organisationen ihren aktuellen Entwicklungsstand einschätzen, Potenziale identifizieren sowie gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung ableiten. Das Tool eignet sich sowohl für die Selbstbewertung als auch für die gemeinsame Reflexion in interdisziplinären Projektteams und kann während verschiedener Projektphasen wiederholt eingesetzt werden.
KIP-RA begleitet KI-Vorhaben über den gesamten Projektverlauf von der Planung über die Umsetzung bis zur Evaluation. Ziel ist es, relevante Erfolgsfaktoren frühzeitig sichtbar zu machen und eine strukturierte Reflexion technischer, organisatorischer, pflegefachlicher und ethischer Aspekte zu ermöglichen. KIP-RA wurde im Rahmen des geförderten Begleitprojekts Prozessentwicklung und -begleitung zum KI-Einsatz in der Pflege (ProKIP) entwickelt und basiert auf dessen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Förderung von ProKIP erfolgte im Rahmen der Fördermaßnahme des Bundesforschungsministeriums „Repositorien und KI-Systeme im Pflegealltag nutzbar machen“.
Beteiligt waren das Team um ECDF-Professor und Vorstandsmitglied Daniel Fürstenau, Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt IT-Management und Digitale Transformation an der Freien Universität Berlin, und seiner Arbeitsgruppe am Institut für Medizinische Informatik (IMI) der Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen (Team um Prof. Karin Wolf-Ostermann), das Institut für Philosophie der Universität Bremen (Team um Dr. Dagmar Borchers), die Berliner Hochschule für Technik (BHT, Team um ECDF-Professor Felix Biessmann), das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG, Dr. Jörg Pohle) sowie der Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft vediso e.V. (Team um Dr. Miriam Wolf).