Prof. Dr. Christian Meske

Digitale Transformation und Strategisches Informationsmanagement

„Die Juniorprofessur bietet mir die herausragende Möglichkeit, meine bisherige Forschung in einem einzigartigen Umfeld auszuweiten und dabei von einem exzellenten Netzwerk aus Wissenschaft und Praxis zu profitieren“, so Christian Meske. Der 34-Jährige besetzt seit Oktober 2017 die Professur für Wirtschaftsinformatik, Digitale Transformation und Strategisches Informationsmanagement an der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem Einstein Center Digital Future (ECDF). Christian Meske studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Potsdam und promovierte am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Münster. Im Anschluss war er Postdoctoral Research Associate und Koordinator der DFG-Graduiertenschule "User-Centred Social Media" an der Universität Duisburg-Essen. Unter anderem war er als Visiting Scholar an der University of Sydney Business School sowie an der Florida State University.

Sein aktueller Forschungsfokus liegt auf Themen wie der digitalen Transformation von Arbeitsplätzen, neuen Kollaborationstechnologien oder auch dem sogenannten Digital Nudging. „Digital Nudging beschreibt eine subtile Form der Nutzung von Design-, Informations- und Interaktionselementen, um das Nutzerverhalten in digitalen Umgebungen zu lenken, ohne die Entscheidungsfreiheit des Individuums einzuschränken.“ Hierbei arbeitet Christian Meske interdisziplinär unter anderem mit Professoren und Professorinnen der Informatik, Verhaltensökonomie und Arbeitspsychologie der Freien Universität und der Humboldt Universität zu Berlin zusammen.

Ein weiteres Thema des Professors im Bereich der Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich mit den voneinander abhängigen Einflüssen der Technologie und der Organisation. „Hierbei wird zum Beispiel der Einsatz von unternehmensweiten Enterprise Social Networks zum Zwecke der abteilungs- und hierarchieübergreifenden Vernetzung der Mitarbeiter untersucht und der nachfolgende Einfluss dieser Online-Netzwerke auf die Offline-Interaktionen und Strukturen im Unternehmen analysiert.“ Nicht zuletzt erforscht Christian Meske, wie das Management Transformationsprozesse durch Digital Leadership effektiv begleiten und lenken kann. Hierzu gehört es insbesondere in wissensintensiven Unternehmen, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie  technologieinduzierte Veränderungsprozesse eine aktive Mitwirkung der von der Transformation betroffenen Menschen beeinflussen. Ein aktuelles Forschungsprojekt bezieht sich dabei zum Beispiel auf die Rolle der Selbstbestimmung (Self-Determination Theory), die die Bedeutung von Autonomie, Kompetenz und Verbundenheit für Wissensarbeiter in digitalisierten Arbeitskontexten hervorhebt.

„Das ECDF bietet uns Professoren und Professorinnen aus unterschiedlichen Fachgebieten ein hervorragendes Umfeld, um die interdisziplinäre Forschung rund um die digitale Zukunft voranzutreiben. Das hieraus entstehende Netzwerk hilft uns nicht nur, thematisch und methodisch über den berühmten Tellerrand hinaus zu schauen, sondern bietet zudem den seltenen und praktischen Vorteil, jederzeit auf kurzem Wege Projektpartner für empirische Studien zu finden. Das ECDF ist mit seinem Themenfokus sowie der Beteiligung herausragender Wissenschaftsinstitutionen und einschlägiger Unternehmen ein einzigartiger Verbund, der die internationale Sichtbarkeit Berlins und damit auch Deutschlands als exzellenten Forschungsstandort wesentlich vorantreibt.“ (kj)